
Reinigungsverfahren
Das Trockeneisstrahlen ist ein Druckluftstrahlverfahren, bei dem Trockeneis mit einer Tempe-
ratur von -78,5° Celsius als Strahlmittel eingesetzt wird. Im Gegensatz zu anderen Strahlmitteln
geht Trockeneis bei Umgebungsdruck ohne Verflüssigung direkt vom festen in den gasförmigen
Zustand über. Somit bleiben nach dem Strahlen keine Strahlmittelrückstände zurück, sondern
bloß der gelöste Schmutz.
Für die Reinigung werden die Trockeneispellets mit Druckluft (bis zu 16 bar) auf annähernde
Schallgeschwindigkeit (300m/Sek.) beschleunigt und auf das zu reinigende Bauteil gestrahlt.
Die auf die Verschmutzung gestrahlten Trockeneispellets unterkühlen die verunreinigte Stelle
lokal und verspröden diese. Sie erzeugen einen punktuellen Thermoschock. Die nachfolgen-
den Pellets dringen in die Sprödrisse ein und sublimieren nach dem Auftreffen schlagartig.
Durch die damit verbundene Volumenvergrößerung, um zirka das 700-fache, wird die
Schmutzschicht von der Oberfläche abgetragen.
Zurück bleibt bloß der gelöste Schmutz, der mittels einer Absaugung oder eines Kehrbe-
sens entfernt wird. Aufgrund der geringen Härte von Trockeneis ist dieses Verfahren
äußerst schonend und abrasionsfrei.



