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Was ist Krankenhaushygiene und wieso sind Schädlinge eine Gefahr im Gesundheitswesen?

Hygiene ist gerade im Gesundheitswesen, nicht erst seit Corona, ein zentraler Faktor. Die Verhinderung der Verbreitung von Keimen, Bakterien und Viren muss unter allen Umständen vermieden werden. Schädlinge sind Krankheitsüberträger und damit eine potenzielle Gefahr. Was wichtig ist und wie diese In Krankenhäusern & Co. bekämpft und vermieden werden, lesen Sie hier.

Inhaltsangabe

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Einleitung

In Deutschland werden jedes Jahr rund 18 Millionen Menschen vollstationär behandelt, verbringen also mindestens eine Nacht vor oder nach ihrer Behandlung im Krankenhaus. Gleichzeitig leben knapp eine Millionen pflegebedürftiger Menschen dauerhaft in Pflegeheimen. All diese Menschen sind besonders anfällig für Infektionen und daher auf eine ausgezeichnete Hygiene angewiesen.

Trotz sehr hoher Hygienestandards in deutschen Gesundheitseinrichtungen infizieren sich jährlich etwa 600.000 Menschen an Keimen im Krankenhaus mit sogenannten nosokomialen Infektionen. Rund 15.000 von ihnen sterben an den Folgen einer solchen Infektion. 

Um das Risiko für nosokomiale Infektionen so gering wie möglich zu halten, gibt es in Deutschland zahlreiche Verbände, Arbeitsgruppen und Initiativen, die sich mit den Themen der Krankenhaushygiene und Hygiene in der Pflege befassen.

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Was versteht man unter Hygiene im Gesundheitswesen oder Krankenhaushygiene?

Begriffserklärung

Die Krankenhaushygiene ist ein Teil der Hygiene, der sich mit der Erforschung, Prävention und Bekämpfung von Infektionskrankheiten in Kliniken, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen oder ähnlichen Institutionen beschäftigt. 

Sie dient sowohl dem Schutz der Patienten als auch dem Personal. Aus diesem Grund gibt es Überschneidungen mit dem Arbeitsschutz.

Die Krankenhaushygiene befasst sich mit allem, was der Verbreitung von Krankheiten im Krankenhaus entgegenwirkt. Angefangen mit Basishygiene wie dem Händewaschen, der Desinfektion von Arbeitsgeräten und Flächen über die Erforschung Antibiotika-resistenter Erreger bis hin zur Schulung des Hygienefachpersonals. 

Warum ist das wichtig?

In Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Im Rahmen ihrer Arbeit oder einer Behandlung sind Personal und Patienten dem Risiko ausgesetzt, sich mit pathogenen Mikroorganismen zu infizieren. Häufig handelt es sich um Keime oder Erreger, die resistent gegenüber Antibiotika sind. 

Innerhalb von Kliniken und Krankenhäusern sind Hygienekommissionen verantwortlich für die Einhaltung der Hygienestandards einer Kranken- oder Pflegeeinrichtung und arbeiten dabei mit der ärztlichen Leitung, einem hygienebeauftragten Arzt sowie Krankenhaushygienikern und Fachpersonal für Hygiene und Infektionsprävention zusammen.

Vor welchen Herausforderungen stehen Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen?

  • Die Messung, Dokumentation und Vermeidung nosokomialer Infektionen
  • Die Identifikation von und der Umgang mit multiresistenten Viren
 
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Welche Richtlinien und gesetzlichen Vorschriften gibt es zur Einhaltung der Krankenhaushygiene?

Rein rechtlich fällt die Hygiene im Gesundheitswesen unter das Infektionsschutzgesetz (IfSG), das spätestens seit der Coronakrise in aller Munde ist. Das IfSG regelt in § 23 Abs. 1 auch direkt die Zuständigkeit für die Ausarbeitung konkreter Empfehlungen zur Infektionsprävention und zu betrieblich-organisatorischen und baulich-funktionellen Maßnahmen der Hygiene. Diese wird von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) übernommen, die wiederum dem RKI angehört. 

Weiterführende Informationen rund um die Hygiene im Gesundheitswesen erhalten Sie hier: 

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Welche Rolle spielen organisatorische und bauliche Maßnahmen für die Hygiene in Krankenhäusern und Kliniken?

Damit eine medizinische Einrichtung angemessene Hygiene gewährleisten kann, müssen die Prozesse im Hintergrund stimmen. Hinzu kommt der Druck, Zertifizierungen zu bestehen, die zum Beispiel die Qualitätsstandards und Hygiene eines Krankenhauses bewerten. Alles andere bringt eine Gesundheitseinrichtung in große Erklärungsnot und wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Laut RKI fallen unter betriebliche und organisatorische Maßnahmen folgende:

  • Personelle Voraussetzungen und Schulungen
  • Die Erstellung eines Hygieneplans, der die Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen festhält
  • Die Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft von Reinigungspersonal in Risikobereichen
  • Die Durchführung von Flächendesinfektionsmaßnahmen

Unter bauliche und funktionelle Anforderungen fallen:

  • Die Beschaffenheit von Oberflächen im Hinblick auf Reinigung und Desinfektion 
  • Die Anforderungen an Räume für die Durchführung der Aufbereitung und Aufbewahrung von Reinigungs- und Desinfektionsutensilien

Die Hygieniker, Hygienebeauftragten und Hygienefachkräfte einer medizinischen Einrichtung ziehen für die Umsetzung dieser unterschiedlichen Anforderungen oft externes Fachpersonal hinzu. Beispielsweise müssen nicht nur die Zimmer und Behandlungsräume in einem Krankenhaus höchste Standards erfüllen, auch Kantine und Lagerräume dürfen keine Mankos aufweisen. Der Hygieneplan umfasst also weit mehr, als auf den ersten Blick offensichtlich erscheint.

Wie die Organisation innerhalb eines Krankenhauses oder einer Klinik aussehen kann, zeigt folgendes Organigramm des RKI:

Beispiel des RKI eines Organigramms für die Hygienekommission in Kliniken
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Warum sind Schädlinge eine ernsthafte Gefahr für die Hygiene?

In Gesundheitseinrichtungen, insbesondere Krankenhäusern und Kliniken, hat Hygiene und die Einhaltung der oben genannten Standards höchste Priorität. Jede Form von Krankheitsübertragung durch Keime, Bakterien, Viren und andere Erreger ist unbedingt zu vermeiden. Aus diesem Grund sind Schädlinge wie Ratten, Mäuse, Kakerlaken, Insekten oder andere Ungeziefer eine besonders große Gefahr, denn sie können ernsthafte, gesundheitliche Risiken für Patienten, Mitarbeiter und Besucher mit sich bringen. 
Doch wodurch entstehen diese Gefahren?

 

Schädlinge können potenziell Krankheiten übertragen

Sie übertragen Keime und Bakterien auf Nahrungsmittel, medizinische Geräte oder Oberflächen, die von Patienten und Mitarbeitern genutzt werden. Dies erhöht das Risiko von Infektionen und Krankheitsausbrüchen innerhalb der Einrichtung, was im Widerspruch zur eigentlichen Mission von Gesundheitseinrichtungen steht.

 

Bauliche Strukturen von Krankenhäusern und Kliniken

Komplexe bauliche Strukturen mit zahlreichen Räumen, Lagern und Abteilungen bieten ideale Versteckmöglichkeiten für Schädlinge. Das sind optimale Bedingungen, um in unhygienischen Umgebungen zu gedeihen. Zudem finden Schädlinge durch die hohe Menschenfrequenz in Krankenhäusern leicht Zugang zu Nahrungsquellen in Abfallbereichen, in den Caféterias, Kantinen oder sogar in Küchen.

 

Auch der psychologische Aspekt spielt eine Rolle

Für Patienten, die sich bereits in einer angeschlagenen Situation befinden, kann der Befall von Schädlingen das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen und zusätzlich Stress und Unbehagen auslösen.

 

Um diese Risiken zu minimieren, ist eine strikte Schädlingsbekämpfung in Gesundheitseinrichtungen nicht zu vernachlässigen. Regelmäßige Inspektionen, präventive Maßnahmen und der Einsatz umweltfreundlicher Schädlingsbekämpfungsmethoden sind entscheidend, um die Sicherheit und Hygiene in sensiblen Umgebungen zu gewährleisten.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, stehen Ihnen unsere Experten gerne für ein kostenfreies Beratungsgespräch zur Verfügung:

 

Was ist Krankenhaushygiene und wieso sind Schädlinge eine Gefahr für das gesundheitswesen?
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Wie können sich Krankenhäuser und Gesundheitsbetriebe vor Schädlingen schützen oder diese bekämpfen?

Schädlinge tauchen in Krankenhäusern am ehesten da auf, wo Lebensmittel verarbeitet oder gelagert werden – also in der Kantine oder der Caféteria. Wir bewegen uns also von den Stationen und OP-Sälen weg und richten den Blick auf Warenanlieferungen, Lagerräume und die Küche. Das Vorgehen zur Schädlingsbekämpfung sollte sich hier – genau wie in allen Betrieben der Lebensmittelproduktion – an den Grundsätzen des Integrated Pest Management (IPM) orientieren. Das bedeutet, dass folgende Maßnahmen in genau der angegebenen Reihenfolge durchgeführt werden:

 

Kulturelle und Hygienemaßnahmen

  • Lagerkonzepte, die dafür sorgen, dass Ware nicht zu lange in den Regalen steht
  • Schnelle Vernichtung ausgesonderter Ware
  • Regelmäßige, gründliche Reinigung
  • Geordnete Arbeitsabläufe, die die Umgebung sauber halten

Physikalische / mechanische Kontrollen und bauliche Maßnahmen, die das Eindringen von Schädlingen verhindern

  • Abdichtung von Rohrdurchbrüchen
  • Sicherung von Gullis und Abflüssen
  • Abdichtung von Kabelverlegungen

Biologische Kontrolle

  • Einsatz von Repellentien
  • Nutzung von Pheromonfallen und Duftstoffen

Wenn gar nichts anderes hilft

Vorzuziehen sind alternative Methoden wie Schlagfallen, die heute über digitale Systeme Echtzeit-Benachrichtigungen beim Auslösen versenden. So können tote Nager umgehend entfernt werden.

 

In Gesundheitseinrichtungen wird die Verarbeitung von Lebensmitteln meist bei verschiedenen Audits mit begutachtet. Dabei ist das Vorweisen einer effektiven, giftfreien Schädlingsbekämpfung entscheidend.

Zusammenfassung

In unserem Beitrag haben wir die essenzielle Rolle der Krankenhaushygiene beleuchtet und aufgezeigt, warum Schädlingskontrolle im Gesundheitswesen von höchster Wichtigkeit ist. Die Sicherheit von Patienten und die Einhaltung von Hygienestandards stehen dabei im Fokus, um die Qualität der Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.

Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Experten ist entscheidend, um effektive Maßnahmen gegen Schädlinge zu implementieren und somit das Risiko von Infektionen zu minimieren. Seit vielen Jahren betreuen wir deutschlandweit Krankenhäuser und wissen, worauf es in der Gesundheitsbranche ankommt. Ihre Sicherheit und die Gesundheit Ihrer Patienten liegen uns am Herzen.

Für Ihre Fragen, weitere Informationen oder um gemeinsam eine passende Lösung für Ihre Einrichtung zu finden, stehen wir Ihnen gerne in einem kostenfreien Gespräch zur Verfügung.

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