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Die Erdmaus

Welche Eigenschaften, Merkmale und Besonderheiten zeichnet die Erdmaus aus? Woran erkennt man eine Erdmaus? Wie unterscheidet man sie zur Feldmaus? Alles was Sie über Erdmäuse wissen sollten erfahren Sie hier.

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Inhaltsangabe

SCHÄDLINGSDATENBANK Erdmaus

Ist die Erdmaus nur ein harmloser Nager oder ein gefährlicher Schädling?

Erdmäuse (Microtus agrestis) gehören, wie auch die Feldmaus, zur Familie der Wühlmäuse. Aufgrund ihres hohen Wasserbedarfs, bevorzugen sie feuchte und kühle Umgebungen mit hohen Niederschlägen und niedriger Jahresdurchschnittstemperatur. Zu ihrem natürlichen Habitat zählen unter anderem lichte Wälder, Lichtungen, Moorflächen, Gräben und feuchte Wiesen mit guter Deckung der Strauchschicht. Im Gegensatz zur Feldmaus ernährt sich die Erdmaus ausschließlich pflanzlich, bestehend vorwiegend aus Gräsern, Kräutern Wurzeln oder Baumrinde. Erdmäuse sind bekannt für ihre extrem schnelle Fortpflanzung und rasche Vermehrung.

Wenn die Erdmaus die passenden Lebensbedingungen gefunden hat, macht die hohe Reproduktionsrate und damit verbundene Schäden und Risiken der Krankheitsübertragung zu einem echten Problem, nicht nur für den privaten Bereich sondern gerade in Unternehmen, wo die Folgen noch viel größere Auswirkungen haben können.

Erdmäuse sind mittelgroße Nagetiere und im Durchschnitt etwas größer als eine Feldmaus. Ihre Augen liegen sehr nah an der Nase, welche im Fell verborgen liegt. Die Ohren sind am Innenrand borstig behaart und ebenfalls im Fell verborgen. Der Schwanz ist zweifarbig und etwa ein Drittel der Körperlänge der Erdmaus.

Erdmäuse werden etwa 17 cm groß. Dabei beträgt die Kopf-Rumpf-Länge zwischen 90-120 mm und die Schwanzlänge etwa 30 – 40 mm.

Erdmäuse können bis zu 55 Gramm schwer werden, wobei Männchen in der Regel größer und schwerer sind als Weibchen.

Erdmäuse besitzen ein graubraunes, raues Fell. Auf der Bauchseite sind sie hellgrau, selten sogar mit gelben oder rötlichen Farbtönen versehen.

In freier Wildbahn hat die Erdmaus eine Lebenserwartung von etwa 15 Monaten, also nur ein (in seltenen Fällen auch zwei) Winter.

Erdmaus isst Grashalm auf trockenem Heuboden
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Besondere Merkmale und Eigenschaften der Erdmaus

Einige spannende und Interessante Fakten zur Erdmaus haben wir kompakt und übersichtlich für Sie aufbereitet:

Bild einer Erdmaus im Heu
Quelle: kleinsaeuger.at
 
  • Erdmäuse sind Tag- und nachtaktive Tiere, wobei die Nachtaktivität stärker ausgeprägt ist.
  • Sie hat einen starken Geruchssinn und nutzt diesen zur Kommunikation und Feinderkennung.
  • Die Gangsysteme der Erdmaus liegen teilweise unterirdisch, bei nassen Standorten fast ausschließlich oberirdisch.
  • Die Gänge befinden sich Gänge und Kammern dicht an der Oberfläche
  • Erdmäuse haben eine hohe Fortpflanzungsrate, und eine Tragzeit von nur etwa 21 Tagen und gebähren zwischen 3-8 Jungtiere, die bereits nach 14 Tagen selbstständig. 

Erdmaus oder Feldmaus? Die Unterschiede erklärt:

Erdmäuse sind etwas kräftiger und größer als Feldmäuse und haben darüber hinaus auch ein etwas dunkleres Fell. Es gibt also wenige äußere Faktoren an denen man beide Mausarten unterscheiden könnte. Äußerlich weisen nur die deutlich behaarteren Ohren der Erdmaus auf einen Unterschied beider Mausarten hin. Einen weiteren Hinweis bietet das Schadbild der jeweiligen Maus. Erdmaus-Schäden betreffen vor allem junge Bäume. Feldmäuse besiedeln vor allem auf Äckern, Feldern und Flächen mit niedriger Vegetation, Erdmäuse dagegen Standorte mit höherem Gras.

Zudem gibt es einige äußerliche Merkmale die bei der Unterscheidung helfen:

  • Erdmäuse sind etwas stärker gebaut als Feldmäuse
  • Sie haben ein dunkleres und lockeres Fell als ihre Artgenossen
  • Sie haben sehr behaarte Ohren die durch das buschige Fell kaum zu sehen sind
  • Erdmäuse weisen ein anderes Schadbild als Feldmäuse auf. Während Feldmäuse vor allem Ackerflächen angreifen, werden durch die Microtus agrestis vor allem Wurzeln und Rinden junger Bäume in Mitleidenschaft gezogen 

Alle Mäusearten auf einen Blick

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Wovon ernähren sich Erdmäuse?

Durch einen Mangel an Mineralstoffen ernährt sich die Erdmaus an Wurzeln und Rinden von jungen Nadel- und Laubbäumen, vor allem bei Nahrungsmangel. Charakteristisch sind die Abdrücke der horizontal eindringenden Zähne mit einer Breite von etwa einem Millimeter. Dies ist überwiegend am unteren Teil eines Baumstamms zu erkennen, da sie nicht gut klettern kann.

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Die Lebensweise der Erdmaus

Die Aktivitätsphasen der Erdmaus variieren im Laufe des Tages. Sie verlassen ihre Baue sowohl während des Tages als auch in der Nacht. Die Größe der Reviere wird von mehreren Faktoren beeinflusst. So haben männliche Tiere größere Reviere und sind während der Fortpflanzungszeit größer. Je nach Dichte der Population variiert die Größe der Reviere. 

Die Abwanderungsrate ist bei männlichen Erdmäusen größer, wie auch die Distanzen die sie zurücklegen. Gerade bei Jungtieren ist eine erhöhte Abwanderung zu erkennen. Nur etwa 20 % der jungen Erdmäuse bleiben an ihrem Geburtsort.

Abhängig von der Bodenfeuchte legt die Erdmaus ihre Gänge teilweise unterirdisch oder bei nassen Standorten fast ausschließlich oberirdisch an. An trockenen Standorten befinden sich Gänge, Kammern und Kotablageplätze entweder dicht an der Oberfläche oder teilweise in der verfilzten Krautschicht.

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Die natürlichen Feinde der Erdmaus

Nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Nähe und Ähnlichkeit zur Feldmaus, teilen sich Erdmäuse die natürlichen Fressfeinde mit selbiger. Raubtiere, Vögel, sogar Schlangen und andere Tiere sind eine Bedrohung für Erdmäuse. Hierbei sind vor allem Eulen wie der Waldkauz oder die Schleiereule, aber auch die Waldohreule gefährlich. Aber auch Füchse, Hermeline, Mauswiesel und verschiedene Marder sind natürliche Fressfeinde der Erdmaus.

Wie werden Sie Erdmäuse los?

Viel zu häufig werden noch immer Giftköder eingesetzt, um gegen Erdmäuse vorzugehen. Solche radikalen Maßnahmen schaden aber nicht nur den Tieren, sondern der gesamten Umwelt und anderen Tieren, wie zum Beispiel den natürlichen Fressfeinden. Wir unterstützen den Einsatz solcher Köder nicht und setzen ausschließlich auf nachhaltige und tierfreundliche Lösungen und Alternativen.

Mehr zum Thema Mäuse und die effektivsten Methoden zur Bekämpfung von Mäusen lesen Sie hier.

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